Horst Schimanski, Kripo Duisburg

Götz George: Die Rolle seines Lebens

Die deutsche Schauspieler-Legende Götz George (geb. 23. Juli 1938 in Berlin, verst. 19. Juni 2016 in Hamburg) ist mit seiner Tatort-Rolle des Duisburger Kommissars und Rauhbeins Horst Schimanski bei vielen Fans unvergessen.

Nach Hansjörg Felmy, stets in Anzug und Krawatte (ebenso wie seine Vorgänger), wollte das TV-Publikum einen Neustart der erfolgreichen ARD-Krimiserie. Und auch einen Kollegen des “Schmuddel-Kommissars” auf Augenhöhe. Mit Eberhard Feik (geb. 23. November 1943 in Chemnitz, verst. 18. Oktober 1994 in Oberried, Breisgau) wurde der ideale Gegenpart besetzt. Christian Thanner, stets in Krawatte und feinem Ton, war das Gegenteil des stets aufbrausenden und ungehaltenen Horst Schimanski. Seine Filmwohnung (Bild oben und links unten) war übrigens in einem der alten Zolltürme an der Friedrich-Ebert-Brücke untergebracht.

Gedreht wurde meistens im Duisburger “Milieu”, genauer im Stadtteil Ruhrort mit seinem Hafen- oder besser Ruhrpottcharme und auch linksrheinisch im Stadtteil  Homberg. So lautet der erste “Schimmi-Krimi” standesgemäß “Duisburg-Ruhrort” (1981).

Der Ton war rauh. Ein Kripomann mit “Schmuddeljacke”, der so gar nicht in das gewohnte Bild passte und ständig “Scheiße” sagte. Die Bild Zeitung zählte pro Ausgabe mit.

Der neue Kommissar war für das breite und brave TV-Publikum der 80er Jahre gewöhnungsbedürftig. Doch in kurzer Zeit gewann er mit seinem Kollegen, Thanner, die Herzen der Zuschauer.

Heute gibt es geführte Schimmi-Touren, u.a. in die “Horst-Schimanski-Gasse”, die ihm zu Ehren so benannt wurde. Für Fans der Tatort-Reihe ist es eigentlich ein Muss, die früheren Drehorte aufzusuchen und sich nach einer Tour Schimmis Lieblingsgericht einzuverleiben, Currywurst mit Pommes.